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Christopher vom Dach

Du hast im Konzern für das Thema erneuerbare Energien den Hut auf. Was ist man in dieser Position: Betriebswirtschaftler, Ingenieur oder Umweltaktivist?

Chris Mathea: Wahrscheinlich von allem ein bisschen. Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und bin im zweiten Bildungsweg Elektrikermeister. Und dass ich mich privat sehr für Photovoltaik (PV) interessiere, passt natürlich auch gut zu dem Job bei der PASM (Power and Air Solution Management).

Stichwort „Use what you sell“: Hast du selbst auch eine PV-Anlage bei dir zuhause?

Chris: Na klar, sogar mit einer Fassaden PV. Die ist übrigens sehr praktisch, denn so senkrechtes Solarmodul ist sauberer und in den Wintermonaten effizienter. Außerdem habe ich im Freundeskreis bislang neun Anlagen selbst aufgebaut. Dadurch bin ich bei den Solarfirmen, die für uns arbeiten, nicht gerade der Beliebteste. Denn ich weiß, wann sie Dinge schwieriger reden als sie eigentlich sind.

Wie ist das bei der Telekom: Passt Solar auf jedes Dach?

Chris: Nein. Unsere Dächer sind teilweise 70 Jahre alt und älter. Da ist das statisch eine Herausforderung oder rentiert sich nicht. Aber es gibt 8.000, die das Potenzial haben. Dazu kommen 400 Freiflächen, quasi die grüne Wiese. Zum Glück, denn wir müssen bauen, wo wir können. Momentan produzieren wir ein Prozent unseres Strombedarfs selbst aus erneuerbaren Energien . Unser Ziel ist jedoch, bis 2030 zehn Prozent zu erreichen . Zum Vergleich: Das ist so viel wie 100.000 Zwei-Personen-Haushalbe im ganzen Jahr verbrauchen. Da Photovoltaik im Vergleich zu Windkraft leichter zu errichten ist, liegt unser Fokus vor allem darauf.

Haben wir denn irgendwo schon ein Windrad? In der Küstenregion vielleicht?

Chris: Fast. In Leichlingen bei Leverkusen. Das bringt uns auch einige Störungsmeldungen bei der Servicehotline ein – weil es sich nicht dreht.

Und warum nicht?

Chris: Das ist eine kuriose Geschichte: Die Deutsche Funkturm hatte das Windrad als Mobilfunkmast genutzt. Diesen brauchten sie nicht mehr, also haben sie das ganze Rad stillgelegt. Wir sind gerade dran, den Standort zu reaktivieren, wollen dort aber eine leistungsstärkere Anlage hinstellen. Damit man eine Vorstellung bekommt: Mit nur einer Umdrehung des Rads wäre die Batterie eines E-Autos schon zu 50 Prozent geladen. Und das ist nichts gegen Großräder, wie es sie in China gibt: Da schafft eine Runde komplette fünf Batterien.

Klingt doch gut – was hindert uns denn?

Chris: Die Bürokratie. Die ist definitiv das Schlimmste an meinem Job! Um überhaupt in den Dunstkreis eines Genehmigungsverfahrens zu kommen, muss man erst einmal 80.000 Euro in diverse Gutachten investieren. Und dann bekommen wir jeden Tag zu spüren, wie langsam die Mühlen in Deutschland mahlen. Angst und Unwissenheit sind definitiv keine Entscheidungsbeschleuniger. Dazu kommen häufig Klagen von Anwohnerinnen und Anwohnern, übrigens nicht nur bei Windkraft …

Die Telekom deckt mehr als 90 Prozent des gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien. Um diese Selbstverpflichtung zu betonen, haben wir uns der globalen Initiative RE100 angeschlossen. Ihr Ziel ist es, den Strombezug aus erneuerbaren Quellen voranzutreiben. Mehr zu unserem Ansatz erfährst du hier.

Wir bieten nicht nur das beste Netz, sondern sorgen auch für besonders grüne und nachhaltige Produkte und Initiativen.

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